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Klassifizierung der Tourenvorschläge

Die vorgeschlagenen Routen für Handbiketouren und Rolliwanderungen stellen unterschiedliche Anforderungen sowohl an den Kraftaufwand als auch an die Kondition der Rollifahrer.

Aus diesem Grund habe ich eine Klassifizierung eingeführt, nach der sich der Interessierte die Ziele entsprechend seines eingeschätzten Leistungsvermögens aussuchen kann. Die Einteilung erfolgt in drei Stufen: 

LEICHT

Die Tour ist meist sehr kurz bzw. hat Spaziergang-Charakter. Die Streckenlänge bei den Wandertips bewegt sich zwischen wenigen hundert Metern und ca. 4km, die zu bewältigende Höhendifferenz liegt unter 80Hm. Für Handbiker liegt das Limit bei 20km. Fast alle dieser Touren führen über Wege mit Bitumendecke oder ebenem Straßenplaster (z.B. Betonsteine).

Eigentlich kann jeder diese Ausflüge meistern, Geübtere sogar völlig ohne fremde Hilfe.

Allerdings läßt es sich hier oftmals nicht vermeiden, daß bestimmte Streckenabschnitte doppelt begangen werden müssen oder der Rückweg über die gleiche Strecke wie der Hinweg erfolgt.

MITTEL

Diese Strecken sind länger und bergiger. Üblicherweise werden bei Rolliwanderungen Entfernungen von mehr als 4 km bewältigt, d. h. man muß schon eine bis mehrere Stunden einplanen. Bei Handbiketouren sind Strecken bis zu 40 km möglich. Die Beschaffenheit der befahrenen Wege ist meist sehr gut, wobei auch mit Split befestigte Waldwege - stellenweise auch schottrig - sowie Feldwege vorkommen können. Auch kleine Absätze, die mit Unterstützung überwunden werden können, sind hier möglich.

Die Begleitung durch Hilfspersonen ist also wünschenswert und manchmal sogar schon notwendig, besonders dann, wenn der Untergrund unebener und das Streckenprofil größere Steigungen oder Gefälle erwarten läßt.

Für diejenigen, die sich mittelschwere Strecken zutrauen, eröffnen sich im wahrsten Sinne des Wortes neue Horizonte. Es gibt sehr schöne und eindrucksvolle Rundwanderungen. Strecken mit unterschiedlichem Start- und Zielpunkt lassen sich meist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

SCHWER

Das ist die Farbe der Sportler und der Verrückten.

Die Skala ist nach oben hin offen, das bedeutet, hier kann abhängig von der körperlichen Verfassung auch mal der Punkt erreicht werden, wo man umkehren sollte. Besonders bei Rolliwanderungen ist die Hilfe von Freunden unerläßlich. Je mehr mit dabei sind, umso besser. Die Rolliwanderungen und Handbiketouren sind als Ganztagesunternehmungen ausgelegt. Die Wanderungen begeben sich stellenweise auf schwieriges Terrain: Treppen, Holperstrecken, Engpässe sind nicht selten. Zudem geht es manchmal steil bergauf oder bergab. Im Extremfall muß man auch mal von den Freunden getragen werden, um eine Schlüsselstelle zu überwinden. Auch bei den Handbiketouren sollte unbedingt noch ein/e Fußgänger/in mit von der Partie sein, denn manche Anstiege sind aufgrund der Steilheit oder des schlechten Belages nur mit Schiebeunterstützung zu überwinden. Die Länge der Handbikestrecken ist nach oben offen und hängt entscheidend von der Geländebeschaffenheit ab. Auf guten Straßen können es aber schon mal locker 100km bei 700Hm werden.

Jeder, der einmal eine solche Strecke mit Freunden bewältigt hat, wird sich daran noch lange erinnern. Auf diesen Pfaden können stellenweise sogar Punkte erreicht werden, zu denen noch nicht einmal jeder Fußwanderer kommt. Eine gute Psyche ist jedoch hier besonders nötig, denn nirgendwo sonst wird dem Rollifahrer so bewußt, wie abhängig er doch von seiner Umwelt und seinen Freunden ist. Die eigenen Grenzen werden deshalb besonders deutlich erlebt.

Für die Eignung der Gastronomie und die Verkehrsanbindung wurde bei der Bewertung das Ampelsystem übernommen. Rot bedeutet demnach "völlig ungeeignet", gelb "teilweise geeignet" und grün "ohne Einschränkungen nutzbar". Da jedoch eine solche Einstufung nur bedingt aussagefähig ist, kann es zukünftig durchaus noch zu Änderungen kommen. Das jetzige Bewertungskonzept entstammt einem Projekt von Anne Kautz für das Nationalparkhaus in Bad Schandau.

Neu ist eine Bewertung der Strecke hinsichtlich ihrer Schönheit. Hier kann eine Tour bis zu 3 Sterne erhalten. Wurde der Vorschlag nur der Vollständigkeit halber aufgenommen, erhält er keinen Stern. Im Gegensatz erhalten Routen mit teilweise gefährlichen Abschnitten ein Ausrufezeichen. Da die Bewertung immer nur von Teilabschnitten ausgeht, kann es dabei durchaus vorkommen, daß eine Route sowohl mit Sternen als auch mit einem Ausrufezeichen bewertet wurde. In der detaillierten Routenbeschreibung sind dann garantiert dazu Bemerkungen enthalten.

Natürlich können die Vorschläge auch miteinander kombiniert werden. Wo es sich anbietet, läßt sich sicher auch die eine oder andere Strecke verkürzen. Und viele leichte und mittlere Rolliwanderungen lassen sich genausogut mit dem Handbike fahren. Dann ist der erforderliche Kraft- und Zeitaufwand meist sogar geringer. Die Klassifizierung richtet sich jedoch nur nach der ursprünglichen Kategorisierung des Vorschlages in Rolliwanderung bzw. Handbiketour.

Alle Tourenvorschläge wurden von mir selbst mit Handbike bzw. Rolli abgefahren. Es ist jedoch nicht auszuschließen, daß die Bewertung der Routen manchmal zu hart ist, da mir bei solchen Klassifizierungsversuchen keine vergleichbaren Erfahrungen vorliegen und ich außerdem sozusagen der Lokalmatador bin. In diesem Fall bitte ich von den Wiederholern eine kurze Rückmeldung zur Tour, damit ich die Bewertung gegebenenfalls korrigieren kann. Alle weiteren Nutzer werden dafür dankbar sein!

 

»Das Können ist des Dürfens Maß.«

Ludwig Purtscheller

Ankündigungen

Handbike-Fahrerlager in der Sächsischen Schweiz
Kategorie: Veranstaltung
Termin: So.., 6. Juni. 2010

Nach Veröffentlichung der Ausschreibung auf verschiedenen ...
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